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DNN Kultur - Ziemlich gefloppt

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Liebe Leserinnen und Leser,
Kritik kann schnell geübt sein, mitunter zu schnell. Dann heißt es: Asche aufs Haupt und sich entschuldigen. Sie ist aber auch, fundiert vorgetragen, der Treibstoff, Dinge besser zu machen. Vor allem in Wochen und Monaten wie diesen.
Kleines Beispiel: die sogenannten Überbrückungshilfen in Corona-Zeiten. Deren erste beide Auflagen waren für Künstler ein ziemlicher Flop, es hagelte besagte Kritik. Mit der dritten Ausgabe, der Neustarthilfe, sollte alles besser werden. Was es vielleicht auch wurde – aber eben noch lange nicht gut. Zumindest nicht in den Augen des Dresdner Künstlerbundes.
Derweil wird heute erwartet, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder auf eine Verlängerung des Lockdown verständigen. Da hat Sachsen in der Kultur bereits vorgelegt: Semperoper und Staatsschauspiel werden mindestens bis Ostern geschlossen bleiben.
Dennoch – oder gerade deshalb – bleiben die Protagonisten der Szene nicht untätig. Mit der Initiative „Kulturgesichter Dresden“ will sich die Branche wieder bemerkbar machen. Betroffenheit produzieren will sie hingegen nicht.
Einen relativen Erfolg gibt es mit dem Blick zurück auf das vermaledeite 2020 dann doch noch zu vermelden. Die sächsische Landesausstellung „Boom“ zur Industriegeschichte zog trotz der immer wiederkehrenden Pandemieeinschränkungen etwa 104 000 Besucher nach Zwickau und sechs umliegende Ausstellungsorte.
Ein Omen, zumindest für die Museen? Wollen wir es hoffen. Sie könnten zu den Kultureinrichtungen gehören, die zuerst ihre Tore wieder öffnen dürfen.
Auch wenn das noch etwas dauert.
Ihr Torsten Klaus
DNN-Kulturredakteur
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