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DNN Kultur - Stille, die zweite

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Liebe Leserinnen und Leser,
Der zweite Lockdown hat uns. Er hat besonders wieder die Kunst, die Künstler, die Einrichtungen zwischen Museum und Kino am Wickel. Wie schon zwischen März und Mai: Stille allerorten auch im November. Wie es danach weitergeht, ist völlig offen. Wird es irgendwann einen dritten Lockdown geben (müssen)? Lernen wir, Solidarität und Gelassenheit unter einen Hut zu bringen? Fragen, die auf die große Ebene von Gesellschaft und Gemeinschaft zielen.
Mit Gemeinschaft und Solidarität hat auch der Aufruf Till Brönners für die Kulturbranche zu tun. Dem bestens bekannten Trompeter – 2009 wurde er Professor an der Dresdner Hochschule für Musik – war angesichts fehlender Hilfen für die oft freiberuflich arbeitenden Kreativ-Kollegen der Kragen geplatzt, auf Facebook hatte er sich Luft gemacht. Bei uns gibt es Brönners Aufruf (mit Dank für die freundliche Genehmigung) zum Nachlesen. Kurzer Auszug: “Wenn ein gesamter Berufszweig per Gesetz gezwungen wird, seine Arbeit zum Schutze der Allgemeinheit ruhen zu lassen, dann muss doch die Allgemeinheit auch dafür sorgen, dass diese Menschen nach Corona noch da sind. Oder was habe ich übersehen?”
Trompeter Till Brönner: Kultur ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht
Die Politik hat entsprechende Hilfe in Aussicht gestellt. Soloselbstständige sollen 75 Prozent ihrer Umsatzausfälle ersetzt bekommen und dabei wählen können, ob sie dafür den Umsatz von November 2019 oder den durchschnittlichen Jahresumsatz 2019 zugrunde legen. Am Procedere für diese Zahlungen wird gearbeitet.
Appelle aus der Politik an die Bürger, trotz der jüngsten Einschränkungen auszuharren, sind jedenfalls nachvollziehbar, ob sie nun an die Allgemeinheit oder an die Kulturszene gerichtet sind.
Sachsens Kulturakteure lassen in ersten Reaktionen auch überwiegend Einsicht walten. Doch es regt sich gleichfalls Protest. Er kommt beispielsweise von Direktoren renommierter deutscher Museen, zeigt sich aber auch in einer Petition, welche die sofortige Wiedereröffnung der Musikschulen in Sachsen fordert. Denn die einzigen Kultureinrichtungen, die im Freistaat derzeit tatsächlich noch öffnen dürfen, sind die Bibliotheken. Und auch die nur für die Ausleihe.
Stimmen aus Sachsens Kultur zum neuerlichen Lockdown der Branche
Halten Sie durch! Bleiben Sie uns gewogen - und vor allem gesund!
Wir schaffen auch das.
Ihr Torsten Klaus
DNN-Kulturredakteur

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