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DNN Kultur - Rollenspiele und ihre Folgen

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Liebe Leserinnen und Leser,
wieder was gelernt in diesen Tagen. Zum Beispiel, dass Schauspieler sich mittlerweile selbst die Texte für ihre Rollen schreiben, an beiden (an Text wie Rolle) dann aber auch veritabel scheitern. Genauso wie an der Einschätzung, was in diesen Zeiten so als ironisch durchgeht. Auf die #allesdichtmachen-Aktion von Akteuren wie Jan Josef Liefers, Richy Müller, Nadja Uhl oder Meret Becker reagiert nun einer, der weiß, wie Satire funktioniert – und der seinerseits für manche Äußerung auch schon heftigen Gegenwind erfuhr: Dieter Nuhr.
Von den Plattitüden der deutschen Schauspielbranche aber lieber hinüber zu den Höhen der Filmkunst. Die Oscars sind vergeben – und wunderbarerweise ist nicht nur „Nomadland“ als bester Film ausgezeichnet worden, sondern die von mir zutiefst bewunderte Frances McDormand auch als beste Schauspielerin. Die mittlerweile 63-Jährige hat tatsächlich schon ihren dritten Oscar gewonnen, nach ihren Hauptrollen in „Fargo“ (1997) und „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ (2018). McDormand hat sich tatsächlich in eine Liga der Unsterblichkeit gespielt.
Was wiederum die beste Überleitung ist zu einem ganz großen Dirigenten: Giuseppe Sinopoli. Der Italiener übernahm 1992 das Amt des Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle, die er zu neuem Ruhm führte. 2001 brach er bei einer „Aida“-Vorstellung in der Deutschen Oper Berlin wegen eines Herzinfarktes zusammen und starb. Das Dresdner Orchester widmet ihm nun 20 Jahre später ein Porträtkonzert.
Und weil all das so normal klingt, will ich es auch (fast) dabei belassen, liebe Leser. Nur ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Die DNN-Redaktion ist wie die gesamte Madsack Mediengruppe, zu der sie gehört, Opfer eines Cyberangriffs geworden. Das schränkt zwar unsere Arbeit in ihren Abläufen stark ein, sollte Ihnen als Leser aber bestenfalls gar nicht weiter auffallen.
Unsere Maschine läuft weiter. Auch hier.
Ihr
Torsten Klaus
DNN-Kulturredakteur
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