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DNN Kultur - Nach der Wahl ist vor der Wahl

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Liebe Leserinnen und Leser,
Wahlen sind Zäsuren. Wobei ein Wahlgewinner oft balancieren muss. Von ihm (oder von ihr) wird erwartet, Schlechtes abzuschaffen, Gutes beizubehalten und noch Besseres zu entwickeln. Das gilt nicht nur für Joe Biden, den wohl kommenden Präsidenten der USA. Er und sein Team sind gefordert, das mächtige Land wieder zu vereinen – was auf absehbare Zeit eine Mammutaufgabe bleiben wird.
Da hat es, ein paar Nummern kleiner, der nächste Kantor (oder eben auch die nächste Kantorin) des Dresdner Kreuzchores doch etwas leichter. Die Freude an der Musik eint schließlich diesen Chor, den man guten Gewissens als weltberühmt bezeichnen darf. Dresden sucht jedenfalls den mittlerweile 29. Kreuzkantor seit der Reformation. Dafür sind 37 Bewerbungen eingegangen, darunter drei von Frauen. Eine Kantorin an der Spitze des Kreuzchores wäre dabei eine Premiere. Was dagegen Usus ist: dass die Kruzianer neu eingekleidet wurden.
Sieben aus 37: Dresden sucht nach einem neuen Kreuzkantor oder Kreuzkantorin
Wie die Kultur und die in ihr Beschäftigten am neuen Lockdown leiden, bleibt in diesen Tagen und Wochen anhaltendes Thema. DNN-Autor Andreas Schwarze wagt dennoch vorsichtigen Optimismus – und verweist dabei auf historische Erfahrungen:
„Während der existenzbedrohenden Krisen unserer westeuropäischen Zivilisation in den vergangenen 200 Jahren wurden die Theater immer als Allerletztes geschlossen und so schnell wie möglich wieder geöffnet.“
Ein Text als politische Entscheidungshilfe?
Warum gibt es Theater? Optimistische November-Betrachtung in schwierigen Zeiten
Apropos Hilfe: Zahlreiche Dresdner Kultureinrichtungen können nur dank kommunaler Zuwendung arbeiten, der sogenannten institutionellen Förderung. Sie aber wird 2021 voraussichtlich kleiner ausfallen. Unter anderem wegen sinkender Steuereinnahmen, die vor allem durch die Pandemie bedingt sind. Der Stadtrat wird also auch zu einem Balanceakt gezwungen sein, bei dem trotzdem so mancher Kulturverein auf der Strecke bleiben könnte.
Stadtrat entscheidet über Förderung für Kulturvereine
Kultur in der Krise: „Es geht für die Branche um Leben und Tod“
Der November hält zwar gerade kaum Kulturtermine bereit, aber nicht weniger Kulturthemen als sonst. Was auch einiges über die Bedeutung der Kultur für die (Stadt-)Gesellschaft erzählt.
Eine trotz allem farbige Herbstwoche wünscht
Ihr Torsten Klaus
DNN-Kulturredakteur

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