Profil anzeigen

DNN Kultur - Jetzt "Jugend musiziert"? Unbedingt!

DNN KulturDNN Kultur
DNN Kultur

Liebe Leserinnen und Leser,
Kulturschaffende stehen noch immer unsicheren Zeiten gegenüber. Während erste Museen in der zweiten Märzhälfte öffnen können, bleiben die Kinos trotz theoretischer Öffnungsperspektive geschlossen. Theater, Orchester, Opernhäuser und andere Kultureinrichtungen hoffen vorsichtig auf den April.
Zum Mutmacher wird der Landeswettbewerb „Jugend musiziert“. Trotz erschwerter Bedingungen nehmen 726 junge Sachsen, darunter auch Mitglieder des Dresdner Kreuzchores und Schüler des Dresdner Heinrich-Schütz-Konservatoriums, am renommiertesten Musikförderprojekt Deutschlands teil. Erstmalig wird er in 20 Kategorien virtuell ausgetragen. „Gerade jetzt“ heißt wohl die Empfindung der jungen Musiker. „Die überwältigende Zahl der Anmeldungen“, die Torsten Tannenberg vom Sächsischen Musikrat e.V. feststellen konnte, zeigt klar: Entmutigen lassen sie sich nicht.
Ein weiterer kultureller “Lichtblick”, wie ihn die Sachsens Ministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch (CDU) bezeichnet, ist die Wiederbelebung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Nach viereinhalb Monaten Schließzeit öffnet die Gemäldegalerie Alte Meister wieder für Besucher. Am 26. März sollen weitere Standorte wie das Residenzschloss oder das Albertinum hinzukommen. Alles hängt allerdings von der 7-Tage-Inzidenz ab. Liegt der Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100, müssen auch die Kunstsammlungen wieder schließen.
“Lichtblicke” könnten die inklusiven Vereine und Initiativen aus Sachsen gerade gut gebrauchen. Denn das Sozialministerium streicht 84 Integrationsprojekten die freistaatliche Förderung - 20 Dresdner Projekte stehen auf der Kippe oder ganz vorm Aus. Unter ihnen ist auch das Vorzeigeprojekt “Montagscafé” des Staatsschauspiels Dresden. Sechs Jahre nach Beginn der Flüchtlingskrise erinnert Intendant Joachim Klement: Integration ist ein langwieriger Prozess und nicht nach ein paar Jahren abgeschlossen.
Abgeschlossen hingegen ist die Suche nach einem neuen Wirkungsort für die Dresdner 1001 Märchen GmbH: Nach anderthalb Jahren ohne feste Spielstätte findet sie nun ein Zuhause im Loschwitzer Bräustübel. In dem vom Volksmund einst u.a. „Bierritze“ getauften Haus soll ein Stadtcafé im Erdgeschoss entstehen, während das Ensemble um Geschäftsführer Rainer Petrovsky im oberen Stockwerk Märchen und Geschichten aus aller Welt aufführen wird. Die Yenidze-Kuppel, in der die Theatergruppe von 1997 bis 2020 auftrat, war witterungsbedingt nicht mehr als Spielstätte zu gebrauchen.
Es gibt sie also doch noch, märchenhafte Aussichten. In diesem hoffnungsvollen Sinn
Ihr Tim Krause
DNN-Volontär
Dresden und die Region

Festivals: Melt, Splash & Full Force in Ferropolis wegen Corona abgesagt
Die Choreografin und Regisseurin Ute Raab ist im Alter von 56 Jahren in Dresden gestorben
Die Tonne wird 40 – und feiert später
Bislang anonymes Bild im Albertinum stammt von Carl Gustav Carus
Was sonst noch passiert

Eine ausgezeichnete Liste: Die Gewinnerinnen und Gewinner der Grammys 2021
Digitales Kunstwerk: 69 Millionen Dollar für eine JPEG-Datei
Museum will Müllkunst vom Mount Everest ausstellen
Sie wollen mehr wissen? Die DNN haben ein Plus für Sie.
Hat Dir diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.