Profil anzeigen

DNN-Kultur - Ist menschliche Kreativität ersetzbar?

DNN KulturDNN Kultur
DNN Kultur

Liebe Leserinnen und Leser,
Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz bieten nicht mehr nur Stoff für Science-Fiction-Romane und Technik-Begeisterte. Die schier unendlichen Möglichkeiten werfen auch soziale, ethische und philosophische Fragen auf. Ist menschliche Kreativität ersetzbar? Werden Fake News ein noch viel größeres Problem, wenn Computerprogramme ganze Interviews vortäuschen können?
Diese Fragen sollen im Schaufler Lab@TU Dresden zwischen Wissenschaftlern und Kunstschaffenden diskutiert werden. Das aktuelle Thema: Ist der menschliche Charakter digital speicherbar und wird damit „unsterblich“? Zweifelsohne spannende Problemstellungen, mit denen sich die Gesellschaft in Zukunft befassen werden muss.
Das Schaufler Lab zeigt, wie wichtig Bindeglieder zwischen verschiedenen Institutionen sind. Ein solcher Vermittler, wenngleich auf ganz anderem, musikalischen Gebiet, war Rudolf Mauersberger, der über 40 Jahre als Kreuzkantor den Dresdner Kreuzchor nachhaltig prägte. Er vermittelte zwischen Kirche und Staat und machte den Chor international bekannt. Dabei hatte er mit seinen Kruzianern in zwei Diktaturen auch schwere Krisen zu bewältigen. Vor 50 Jahren ist der „legendäre Kreuzkantor“ gestorben, sein Wirken ist unvergessen.
Damit der Dresdner Kreuzchor auch eine Zukunft hat, braucht er Sängernachwuchs. In der gegenwärtigen Pandemie ist das ein schwieriges Unterfangen, es müssen dafür neue Wege gefunden werden. Interessierte Jungen werden deshalb zu einer „Singestunde“ eingeladen, dabei geht es um ein gegenseitiges Kennenlernen. Zur Zeit kann dies wegen der allgemeinen Einschränkungen nur digital stattfinden, Infos dazu gibt es auch unter kreuzchor.de.
Apropos Krise: Während Selbstabholer-Läden seit Montag wieder ihre Tore öffnen und ab nächste Woche auch Friseure wieder Kamm und Schere schwingen dürfen, schaut die Kultur weiterhin in die Röhre. Aber die Künstler und Künstlerinnen sind deshalb nicht gänzlich verstummt. Eine von ihnen, die Dresdner Harfenstin Sarah Christ, ist auf die Suche nach coronabedingt verwaisten Orten gegangen. Diese leeren Restaurants, Kinosäle und Foyers füllt sie mit Klang und lässt mit ihrer Videoreihe „Empty Spaces“ daran teilhaben.
Hoffnung heißt natürlich auch, nach vorne zu blicken. Zum Beispiel schon mal in den November. Dann soll Europas größter Kulturkongress mit rund 150 Experten und 650 Teilnehmern in Dresdens Kraftwerk Mitte stattfinden. Unter dem Motto „#transnational. Solutions for a culture beyond“ stehen unter anderem Diskussionsrunden zu Bürgerbeteiligungen und transnationalen Kulturprojekten auf dem Programm.
Auch wenn wir durch Corona gezwungen sind, stark auf die Bremse zu treten, kommt der Wagen, wie die aktuell geplanten Projekte zeigen, immerhin nicht zum Stehen. Ein beruhigender Gedanke, liebe Leser.
Ihr
Tim Krause
DNN-Volontär
Dresden und die Region

Die Dresdner Schauspielerin Hannelore Koch feiert 70. Geburtstag
Staatsschauspiel Dresden trauert um von Hanns-Jörn Weber
Launige Verse mit Kinderzeichnungen – Gedichtband aus Freiberg
„Wir werden ganz anders Musik spielen und hören, wenn die Krise vorbei ist“ – Orchesterdirektor der Staatskapelle Dresden im Gespräch
Was sonst noch passiert

Louvre wird renoviert: Erholung für die Mona Lisa
Weltberühmtes Gemälde „Der Schrei“: Edvard Munch hat diese Botschaft im Bild hinterlassen
Sie wollen mehr wissen? Die DNN haben ein Plus für Sie.
Hat Dir diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.