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DNN Kultur - Echtes Publikum und Eigenverantwortung

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Liebe Leserinnen und Leser,
Kultur und Bildung lassen sich als Begriffe durchaus synonym verwenden, selbst wenn sie natürlich nicht deckungsgleich sind. Zugänge zu beiden öffnen Lebenswege. Auch deshalb bleiben die anhaltenden Einschränkungen bedauerlich.
Doch gleichzeitig gibt es Hoffnungsschimmer. Die Berliner Philharmoniker musizierten vor getestetem Publikum. Und das Berliner Ensemble hat ebenfalls als erste Bühne seit Monaten wieder vor Besuchern gespielt. Ob und wie diese Pilotprojekte wegweisend sein können, mit Blick auf Kinos, Konzerte oder Sportveranstaltungen, bleibt abzuwarten.
Dresden lockt da mit kleineren Aussichten – auch wenn die Museen der Stadt sowie das Hygiene-Museum ihre Öffnungspläne schon wieder auf Eis gelegt haben. Die Staatlichen Kunstsammlungen haben bereits die Gemäldegalerie Alte Meister zugänglich gemacht. Nun stehen die Türen des Erich-Kästner-Museums nach einem Umbau ebenfalls wieder offen.
Die eingangs erwähnte Liaison von Bildung und Kultur findet sich in der Stadt auch in anderer Form. Musikhochschule und Sächsische Staatskapelle haben kurzfristig einen gemeinsamen Meisterkurs ins Programm genommen. Chefdirigent Christian Thielemann bat fünf erfahrene Studenten zum Dirigieren mit „seinem“ Orchester.
An dieser Stelle wollte ich eigentlich nicht über sogenanntes Staatsversagen schwadronieren – und tue es nun doch. Diese aktuell oft wiederholte Zuschreibung halte ich, bei aller Kritik an politischer Pandemieplanung, für völlig überzogen. Außerdem verstellt sie mit ihrem vermeintlich klaren Adressaten („die da oben“) etwas anderes: dass wir für den Umgang mit den Auswirkungen von Corona immer noch stark selbst verantwortlich sind.
Versuchen wir doch besser, jeder für sich, wieder diese gelebte Solidarität aus dem ersten Lockdown zu reaktivieren (an die ich mich mit Blick auf meinen Kiez besonders gern erinnere), statt uns mit Schuldzuweisungen zu ermüden. Kleine Hilfen unter Nachbarn und Freunden sind heute vielleicht noch wichtiger als vor einem Jahr. Sie könnten nicht zuletzt uns selbst zeigen, dass wir auch in diesen Tagen nicht verlernt haben, worauf es ankommt.
Auf jeden einzelnen.
Ihr Torsten Klaus,
DNN-Kulturredakteur
Dresden und die Region

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